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MMOC – Was bedeutet das für die Teilnahme?

Okay, langsam lese ich mich ein.
Aber mich interessiert für mein Interessensgebiet was die Teilnehmer für eine Teilnahme an einem MOOC mitbringen müssen.

  • Kann jeder mitmachen?
  • Ist ein MOOC nur für bestimmte Zielgruppe sinnvoll?

Kann jeder mitmachen?

MOOC bedeutet massive open online course.
Massive steht erst einmal für viele Teilnehmer, meist ab 150 Personen. Aber es kann auch in dem Sinne gedeutet werden, dass es massiv viele Anregungen, Informationen, Beiträge, Diskussionen sind, die es gilt zu lesen, zu deuten und zu verarbeiten. Bei der Fülle an Material und Beiträgen muss man selektieren können. Eine wichtige Voraussetzung vielleicht um etwas von einem MOOC mitnehmen zu können.
By the way: ich lerne es gerade. Lese nicht alle Beiträge (wie auch?), sondern passe es an mein Zeitbudget an.

Open kann bedeutet offen für alle und ohne formale Zugangsbeschränkungen. Aber ist es das wirklich? Offen für alle? Persönlich denke ich nein. Im laufenden mmc13 ist es sicherlich sinnvoll wenigstens mit einem social media Anbieter vertraut zu sein, besser bestimmt auch mit mehreren (Twitter, Youtube, Google+), um aktiv mitzuarbeiten. Hier benötigt es dann die oben angesprochene Selektionskompetenz, um nicht den Überblick zu verlieren. Jasmin Hamadeh schreibt, dass open kostenlos bedeuten kann und gegenübergestellt, ob dies gut oder schlecht für einen MOOC sein kann. Gut, weil es kostenlos ist, der Kurs wie die vielleicht gewonnenen Kontakten. Schlecht, weil man sich erst einmal anmeldet, aber durch die Fülle an Beiträgen und Impulsen eventuell erschlagen werden kann und nicht mehr teilnimmt oder einfach nur „lurkt“ sprich mitliest und Erkenntnisse sammelt, aber nichts aktiv beiträgt.  Was könnte es für Teilnehmer bedeuten? Als Teilnehmer sollte ich in der Lage sein eigeninitiativ lernen zu können, denn an die Hand genommen werde ich nicht. Ist ein MOOC nur sinnvoll, wenn alle aktiv teilnehmen, um die Ziele eines MOOC zu erfüllen (und welche sind es eigentlich?).

Online bedeutet, dass ein MOOC online sprich im Netz stattfindet. Kein Kursmaterial wird analog verschickt. Als Grundvoraussetzung gilt also, dass man einen Internetzugang haben sollte und sich relativ gut im Netz bewegen kann. Durch das verschiedene Angebot der Teilnahmemöglichkeiten über unterschiedliche soziale Netzwerke braucht man als Teilnehmer als schon mal Medienkompetenz. Erst einmal geht es um das aktive Mitarbeiten, Mitdiskutieren und Zusammentragen, aber sollte man dann als Teilnehmer sich nicht auch mit dem Datenschutzrecht auseinander gesetzt haben?
Selektieren können, Lesezeichen setzen, mit tweeten, wie kann ich meinen Blogbeitrag supporten? Oder wie es Jasmin Hamadeh schreibt: wer sich nicht organisieren kann, der ist schnell weg vom Fenster und ist eventuell erschlagen von der Fülle. Pro sagt Hamadeh: Positiv ist online, weil man immer überall darauf zurückgreifen kann und konzentriert einige Stunden am Tag investieren kann oder auch eben kurz einen Kommentar/Tweet setzen.
Aber für immer über all online benötigt es auch Voraussetzungen: Internetzugang to go, Smartphone oder Tablet oder Laptop immer dabei. Voraussetzungen, die eigentlich normal sein sollten?

Course oder Kurs?
Laut Jasmin Hamadeh geht es darum, sich seine eigenen Lernziele zusetzen, es wird nichts wirklich vorgegeben, sondern nur Angebote gemacht. Ist das so? Und doch hat der MOOC eine Thematik, die aber relativ weitgefasst ist und durch die offene Teilnahme kann es auch in andere Richtungen abdriften, wer will das kontrollieren und ist das dann noch im Sinne eines MOOC?
Also sollte man als Teilnehmer die Kompetenz mitbringen seine Lernziele selbst zusetzen, im Auge zu behalten und dem Wille, diese auch zu erreichen. Die These von Hamadeh, dass „Das ganze Leben ist ein MOOC“ ist interessant. Lebenslanges Lernen steht so oder so im Fokus.

Kann jeder mitmachen?
Es scheint prinzipiell ja und doch braucht es gewisse Grundvoraussetzungen:

  • Lernziele selbst stecken, fokussieren und Wille zum Erreichen dieser
  • Selektions- und Organisationskompetenz, um der Fülle an Beiträgen und Impulsen Herr zu werden
  • Onlinekompetenz – ohne geht es wohl gar nicht
  • Medienkompetenz, insbesondere Social Media Kompetenz
  • Auseinandersetzung mit dem Datenschutz (oder ist das nicht wichtig?)
  • Verfügbarkeit eines Internetzuganges

Und wie ist das überhaupt, wie zeitintensiv ist ein MOOC?
Diese Frage kann ich so noch nicht beantworten. Bisher zwickt es mich immer wieder mal eben zu schauen, ob es etwas Neues gibt. Wer was geschrieben hat, aber die ob das auch über 5 Wochen anhält?

Ist ein MOOC nur für bestimmte Zielgruppe sinnvoll?

Wenn ich mir anschaue welche Kompetenzen vorhanden sein sollten, um aktiv teilnehmen zu können und auch eventuell ein selbstgestecktes Lernziel zu erreichen, kann man wohl nicht alle erreichen.
Ist ein MOOC wohl interessant auch für Senioren?
Da bin ich mir jetzt nicht wirklich sicher. Denn erstens muss man zwischen Senior und Senior unterscheiden und zweitens stellt sich mir die Frage, ob diese Vielfalt, die ich im mmc13 erfahre, nicht ein zuviel darstellt.
Wie viel kann ein Mensch aufnehmen, um noch effektiv lernen zu können?
Ist ein MOOC nicht viel zu schnell lebig, um von Senioren erfasst werden zu können?
Benötigt es nicht andere Strukturen? Und wie sieht das mit der Fülle an Teilnehmern und Materialien aus?

Dazu mach ich mich mal auf die Suche, wer Linktipps hat, bitte her damit!

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2 Kommentare zu “MMOC – Was bedeutet das für die Teilnahme?

  1. Vielen Dank, Deine Zeilen haben mir gefallen.
    Zum Thema: Ist ein MOOC auch etwas für Ältere kann ich hier noch nichts beitragen, aber ich werde es in einem Selbstversuch testen. Mit fast 60 Jahren zähle ich mich schon dazu.
    Sicherlich ist die Überschaubarkeit das eigentliche Thema. Lernen verbindet sich bisher immer mit festen Strukturen. Hier treffe ich das nicht an und das wird mich die nächsten Wochen sicherlich beschäftigen.
    Gruß
    Joachim Sucker

    • Joachim, da bin ich dann auf deine Erfahrungen mit dem MMC13 gespannt. Aber Respekt, dass du dich schon selbst zu den Senioren zählst, dass tun die meisten erst mit 65/70 Jahren. Wobei in der Literatur das Alter 50+ angegeben wird. Und es sind genau diese losen Strukturen, bei denen ich zweifle, ob es für Senioren, die wenig affin mit dem Internet sind, als Lernform geeignet ist.

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