22 Kommentare

Motivierend oder das Gegenteil? Tweets in der Übersicht

Gerade mal wieder habe ich auf  Twitter gesehen, dass das Netz der Tweets dichter geworden ist. Nachzusehen hier.
Motivierend oder nicht gegenteilig?

So als Neuling ist es ja nicht wirklich einfach den Überblick zu wahren. Und dann fragt an sich auch noch, ob das was man selbst „verzapft“ auch bei den anderen Teilnehmern ankommt und ob die eigenen Gedanken und Fragen überhaupt auch andere anregen.
Lernen für sich selbst, sicher ein Aspekt eines MOOC, aber dennoch bietet ein MOOC durch die Größe und die Vernetzung die Möglichkeit mit anderen sich auszutauschen und gemeinsam etwas zu erforschen, zu ergründen, zu lernen. Man lernt nicht nur für sich selbst, sondern gerade wenn man sich aktiv einbringt will man auch von anderen beachtet werden.

Zur Motivation gehört dann auch zu erfassen wie man von anderen Teilnehmern und den Veranstaltern wahrgenommen wird. Nur wie? Wie erhalte ich Rückmeldungen, die ich als Neuling vielleicht gerade brauche?
Ich persönlich beteilige mich über drei Ebenen: den eigenen Blog, lesen und kommentieren anderer Blogs und über Twitter.
Beim Liveevent hatte ich keine Zeit, andere Netzwerke sind mir noch unbekannt. Wie kann ich sehen, ob ich wahrgenommen werden?

der eigene Blog
Das ist relativ einfach. Schaue in der Statistik nach wie viele Besucher hier waren und man sieht es an möglichen Kommentaren oder auch Verweisen auf anderen Blogs  Die Quantitative Menge lässt sich schnell einsehen, doch was ist qualitativ und wie bewerten andere meine Posts? Tja, gerade wenn wie hier (noch) keine Kommentare oder Links auf den Blog zu finden sind, ist es schwierig mit der Beurteilung des eigenen Gedankengutes und wie es in der Welt „ankommt“.
Doch als Bloggerin weiß ich auch, dass nicht immer alles kommentiert wird und man sich davon nicht abhalten lassen sollte weiterzumachen, denn es dient zum anderen auf jeden Fall dem eigenen Lernverhalten und Lernergebnissen. Und ehrlich: auch ich lese nicht alle Blogs, kann nicht allen folgen und kommentiere auch nicht alles was ich gelesen habe.

Kommentieren anderer Blogs
Hier kann man am einfachsten ein Feedback bekommen und sehen wie die eigenen Ideen und Gedanken und Fragen auch für andere wichtig oder unwichtig sein können. Durch das Antworten des Blogbetreibers wie durch andere Kommentatoren und dessen Aussagen ist eine Einordnung gegeben. Aber auch hier gilt: wenn nichts zurückkommt, muss das nichts heißen. Vielleicht interessiert das Thema gerade nicht  oder die Teilnehmer sind alle so beschäftigt, dass ihnen einfach die Zeit fehlt.

Twitter
Für mich total neu. Nur selten ergeben sich „Gespräche“. Meist nehme ich wahr, wer welchen Gedanken hat und noch häufiger wird auf Blogartikel verwiesen. Die Grafik zeigt auf auf welche Tweets geantwortet wird oder favoritisiert (stimmt das?) und retweetet. Doch über Qualität sagt es nichts aus, genauso wenig gibt es Aufschluss darüber, ob man beachtet wird oder nicht. Und doch ist es für mich leicht motivierend, dass mein Name nicht Miniaturklein geschrieben ist. Zeigt es doch, dass ich relativ aktiv dort bin – auch wenn es vermutlich eher die eigenen abgesetzten Tweets sind. Doch es motiviert zum Schreiben eines Tweets, denn auch das kostet Überwindung, wenn man neu in der Materie ist.
Doch kann es auch demotivierend sein, wenn man vielleicht seinen „Namen“ dort nur klitzeklein liest?

Stellt sich aber noch die Frage, wie wichtig eine Beachtung durch andere für die Teilnehmer eines MOOC ist.
Ob man das noch unterteilen muss? Neulinge, Alte Hasen, gewohnte Selbstlerner oder oder oder.

Dörte Giebel fragt sich, ob ein cMOOC nur ein großes Bloggernetzwerk ist?
Kann man wirklich einen MOOC, der über viele Kanäle läuft auf ein Medium reduzieren? Und dann auf die Bloggerwelt, die sehr dezentral ist und in der man sich noch schneller verliert als anderswo?
Und gehört dann auch das Bloggen zur wichtigen Kompetenz, die ein Teilnehmer für die (erfolgreiche) Teilnahme an einem MOOC benötigt?

Und was überhaupt bedeutet „bloggen können“?
Heißt es, dass man in der Lage ist seine Gedanken in einen lesbaren Text zu verarbeiten?
Blogpost zu verfassen, die ansprechend sind?
Müssen Blogpost besonders konzipiert sein, damit sie gelesen werden?
Demzufolge: Was muss ein Blogpost beinhalten, um gelesen zu werden? Wie sollte die Struktur sein? Wie viele Querverweise und Links zu weiteren Quellen sollen vorhanden sein, was überfordert den Leser?
Wie mache ich einen Blog bekannt?
Und führt das nicht zu weit? Über den MMC13 hinaus?

Und wo stehen eigentlich die Voraussetzungen, die ich als Teilnehmer mitbringen muss, um nicht heillos überfordert zu sein???

Weitere Gedanken dazu findet ihr bei Marc.

Und noch eine Frage: Warum über Twitter den Blogartikel hypen, wenn es doch einen Blogaggragator auf der offiziellen Veranstalterseite gibt? Muss ich als Blogger also noch weitere Kanäle nutzen wie Twitter und Facebook sowie weiter soziale Netzwerke?

Advertisements

22 Kommentare zu “Motivierend oder das Gegenteil? Tweets in der Übersicht

  1. Also jetzt will ich es doch mal „amtlich“ machen: Post sehr wohl wahrgenommen. Und für (sehr) gut befunden!

  2. Spannende Fragen, die Du hier aufwirfst! Mir gefällt besonders, dass Du so offen dieses Thema ansprichst:

    „Zur Motivation gehört dann auch zu erfassen wie man von anderen Teilnehmern und den Veranstaltern wahrgenommen wird. Nur wie? Wie erhalte ich Rückmeldungen, die ich als Neuling vielleicht gerade brauche?“

    Das Erleben von Rückmeldungen befeuert den Lern- und Arbeitsprozess. Ich denke, da kann sich niemand von freisprechen, auch die „alten Hasen“ nicht. Sich das auch einzugestehen und vor allem mit einzubeziehen beim moocen ist dann vlt. ein erster Schritt hin zu mehr Aktivität. Und die ist es allein, die Rückmeldungen überhaupt ermöglichen kann 😉

    In dem Studienbrief „Kommunikation im E-Learning“ von Claudia Bremer, den ich vorhin auf Twitter schon erwähnte, gibt es einen Abschnitt über „Soziale Präsenz in der online Kommunikation“ (S. 6 – hast Du den schon?). Der geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Stelle grade aber fest, dass ich dazu mehr recherchieren möchte, bevor ich dazu noch was schreibe. Deine soziale Präsenz nehme ich jedoch wahr – du hast viele Fragen aufgeworfen, die mich ebenso beschäftigen. Und du hast es über Twitter bekannt gemacht, mein Interesse geweckt. Den Blog-Aggregator schaue ich zwischendurch zwar auch an, ebenso meine neu eingerichteten Google-Reader mit ein paar abonnierten Blogs. Aber was ich wirklich lese, entscheidet meistens ein interessanter Tweet. Das ist jedoch nur meine Herangehensweise, es wird hunderte verschiedene mehr geben. Daher ist ein „Muss“ meines Erachtens fürs moocen nicht nötig 😉

  3. Danke für die Rückmeldung.
    Ich blogge alltagsweltlich schon länger, so dass dieser Post jetzt keine Rückmeldungen einfordern sollte – aber das ist trotzdem toll.
    Eigentlich versuche ich gerade meine Fragen, die mir durch den Kopf gehen hier nieder zu schreiben.
    Auf Claudia Bremers Blog als Beispiel hatte ich auch schon kommentiert und eine kleine Diskussion erleben dürfen.

    Angeregt wurde der Post u. a. auch durch den ersten Tweet von dir Katja, der ja auch etwas fragend war. Vielleicht geht es noch anderen so? Vielleicht auch gerade denen, die (noch?) nicht aktiv dabei sind. Ermuntern kann einfach nicht schaden.

    Zudem mache ich mir Gedanken, was ich aus dem MMC13 mitnehmen möchte, wo für ich die Erkenntnisse nutzen kann. Ob es wohl im Bereich der Seniorenbildung z. B. funktionieren würde? Mit Senioren? Und dazu gehört es für mich vorerst dazu die Erkenntnis zu gewinnen was Teilnehmer mitbringen müssen und wie die Strukturen sein sollten, um ein erfolgreiches aktives Teilnehmen zu ermöglichen.

    Da ich aber leider momentan aufgrund des Studiums und des FK Medien nicht die für mich notwendige Recherchearbeit leisten kann, sind es hier im Blog jetzt erst einmal Gedankenschnipsel.

    Und dieser Kommentar hätte auch gut ein Blogpost sein können.
    Bei 3 A bin ich noch nicht, dauert wohl noch eine Weile …

  4. also kommentiert hab ich einzig und allein, weil mich die Fragen grade auch so bewegen 😉 stelle fest, dass für mich diese Woche als Lernziel eher die Frage „wie mache ich an einem Mooc MIT“ im Vordergrund steht. Mein Eindruck ist, dass es viele gibt, die das derzeit (neu?) reflektieren. Eine spannende Entwicklung!

  5. Liebe Eva,

    danke für Deine Einblicke gerade aus der Welt einer Neu-Twitterin. Ich nehme die Aktivitäten des #MMC13 hauptsächlich auf Twitter wahr, Rang 2 teilen sich Google+ und der RSS-Feed des Hauptblogs. Auf der Seite des Blogaggregators war ich nur, um unseren Blog einzutragen, ansonsten komme ich ohnehin nicht dazu, alle Posts zu lesen und das mache ich diesesmal ganz bewusst so. Ich denke, keiner kann alle Aktivitäten verfolgen, auch die Veranstalter nicht und so hat jeder Teilnehmer seine eigene Wahrnehmung des MOOCs. Das ist wie auf einer Konferenz: Alle sind dort, man hört aber unterschiedliche Vorträge und unterhält sich mit anderen Personen. Deinen Blog habe ich auf Twitter gefunden und (weil ich unterwegs war) erst einmal ins Pocket gepackt.

    Einerseits scheint es damit nötig zu sein, die eigenen Beiträge zu streuen, ich finde es aber auch ganz schön redundant. Ich habe auf meinen Twitter-Client eine Spalte für den #mmc13 Hashtag, der gefühlt zu mind. 50% aus RT besteht. Das heißt, es gibt nicht nur sehr viel Information dazu, man bekommt sie auch noch mehrfach. Wieder anders herum freut man sich als Beitragender auch, wenn der Beitrag durch Retweets und Erwähnungen auch Anerkennung findest. Und da komme ich zu meiner Frage:

    Meinst Du, dass die Anerkennung der Beiträge von den Betreibern ein Faktor ist, um Dich als Teilnehmer zu motivieren? Hintergrund: Wir planen ja einen MOOC an Hochschulen und fragen uns hier auch: müssen wir/unsere HiWis denn jeden Beitrag lesen? (mal abgesehen davon, dass wir uns noch kein Konzept zur Bewertung überlegt haben und das vielleicht hierdurch nötig sein wird).

    • @Anja Lorenz: Nein. Ich denke es ist erst einmal egal von wem eine „Anerkennung/Kommentar“ kommt, dass muss nicht von den Betreuern/Veranstaltern sein. Die Wichtigkeit der Streuung der Beiträge teile ich, nur muss dieses vorher auch klar sein, denn wer neu ist in der Bloggerszene, der weiß dies nicht unbedingt. In der Motivationstheorie kenne ich mich jetzt wissenschaftlich nicht aus, kann dir als nur meine „alltags bzw. studentische Erfahrung“ mitteilen.
      Zuerst solltet ihr euch vielleicht fragen inwiefern medienkompetent eure Studenten sind. Wie gut sind sie schon vernetzt? Welche Netzwerke nutzen sie?
      Als Veranstalter würde ich mich fragen: Was will ich meinen Studenten mitgeben? Was kann ich ihnen zutrauen?
      Ein MOOC ist m. E. eine große Herausforderung bzgl. der aktiven Teilnahme. gerade beschäftige ich mich ja damit, welche Eigenschaften ein Teilnehmer mitbringen muss, um aktiv und evtl erfolgreich an einem MOOC teilnehmen zu können. Noch bin ich zu keiner abschließenden Meinung gekommen. Aber Medien- und Webkompetenz sind auf jeden Fall in diesem MOOC sehr wichtig, ansonsten verliert man sich (auch ich selektiere stark, bewusst und gezwungenermaßen, denn meine Zeit für den MMC13 ist sehr begrenzt leider). Ohne Blogerfahrung hätte ich diesen sicher nicht eingerichtet. Twitter erkunde ich gerade, Google+ habe ich mich (noch?) nicht angemeldet und am Liveevent konnte ich nicht teilnehmen, Videos schaue ich auch eher nicht.
      Als Veranstalter sollte man vermutlich wirklich darauf achten, ob man bewusst viele oder nur wenige bereits bekannte Netzwerke als Veranstaltungswiese anbietet. Kommt aber auch sicher immer auf die Ausrichtung an. Da ihr auch noch eine Bewertung der studentischen Leistungen anstrebt, ist es bestimmt noch wichtiger die Ziele abzustecken.

  6. […] Motivierend oder das Gegenteil? Tweets in der Übersicht | Lernst du noch … […]

  7. @anja: Im Fernstudentenblog wird auch fleißig darüber diskutiert, vielleicht hilft es dir weiter: http://www.fernstudium-infos.de/entry.php?b=8705&bt=44154

  8. Liebe Eva, vielen Dank für den interessanten Link.

  9. Ein anderes Tool zu diesem Thema ist twazzup. Schau doch mal hier
    http://www.twazzup.com/?q=%23mmc13&l=all

  10. […] Gerade mal wieder habe ich auf Twitter gesehen, dass das Netz der Tweets dichter geworden ist. Nachzusehen hier. Motivierend oder nicht gegenteilig? So als Neuling ist es ja nicht wirklich einfach……Kommentar:"“Zur Motivation gehört dann auch zu erfassen wie man von anderen Teilnehmern und den Veranstaltern wahrgenommen wird. Nur wie? Wie erhalte ich Rückmeldungen, die ich als Neuling vielleicht gerade brauche?” Das Erleben von Rückmeldungen befeuert den Lern- und Arbeitsprozess. Ich denke, da kann sich niemand von freisprechen, auch die “alten Hasen” nicht. Sich das auch einzugestehen und vor allem mit einzubeziehen beim moocen ist dann vlt. ein erster Schritt hin zu mehr Aktivität. Und die ist es allein, die Rückmeldungen überhaupt ermöglichen kann In dem Studienbrief “Kommunikation im E-Learning” von Claudia Bremer, den ich vorhin auf Twitter schon erwähnte, gibt es einen Abschnitt über “Soziale Präsenz in der online Kommunikation” (S. 6 – hast Du den schon?). Der geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Stelle grade aber fest, dass ich dazu mehr recherchieren möchte, bevor ich dazu noch was schreibe. Deine soziale Präsenz nehme ich jedoch wahr – du hast viele Fragen aufgeworfen, die mich ebenso beschäftigen. Und du hast es über Twitter bekannt gemacht, mein Interesse geweckt. Den Blog-Aggregator schaue ich zwischendurch zwar auch an, ebenso meine neu eingerichteten Google-Reader mit ein paar abonnierten Blogs. Aber was ich wirklich lese, entscheidet meistens ein interessanter Tweet. Das ist jedoch nur meine Herangehensweise, es wird hunderte verschiedene mehr geben. Daher ist ein “Muss” meines Erachtens fürs moocen nicht nötig "Katja Kohlstedt  […]

  11. Übrigens: In den MOOCs OPCO11 und OPCO12 wurde Twitter in der Evaluation als jeweils wichtigstes Medium eingeorndet der eigenen Teilnahme. …

    Zur Frage: wieso gibt es neben dem Blog-Aggregato noch einen zweiten Kanel:

    Ich denke, es ist einfach dynamischer als der Blogaggregator, daher die Dopplung, es ist mehr ein Push-Medium (kommt bei mir in einem Medium an, wo ich sowieso schon bin und auch andere Dige tue) als ein Pull Medium (Ich muss aktiv hinsurfen) d.h. Twittermeldungen treffen Personen dort an, wo sie sich online auch wenn anderen Aktivitäten aufhalten und nicht nur wegen dem MMC13, während die MMC13 Bloglist aktiv angesurft werden muss (Pull).

    • So ist jeder unterschiedlich: Für mich gehören „Blogrundgänge“ zum täglichen am PC-Sitzen dazu, Twitter habe ich hingegen vorher nicht genutzt und surfe tatsächlich gerade extra wegen dem MMC13 hin.
      Aber das ist doch gerade das gute an mehreren Kanälen, so spricht es auch verschiedene Lerntypen/Nutzertypen an.

  12. Hallo,

    ich habe einen Screenshot dieses Beitrags in meiner Prezi verwendet http://prezi.com/yeddqdawya4p/2013-04-29-sooc13-workshop-1-an-der-tu-chemnitz/ (Frame 37) Ich hoffe, das ist in Ordnung, wenn nicht, dann einfach Bescheid geben, ich nehme ihn dann raus.

    Viele Grüße
    Anja

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: