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Was macht der MMC13 mit mir?

Mir ist in den vergangenen Tagen seit Mittwoch erstaunliches aufgefallen. Der MMC13 verändert meine Internetpräsenz und schon fast mein Alltagsleben, doch etwas einerlei ist doch noch geblieben und doch läuft der Laptop öfter und ich lasse mich gerne durch den MOOC vom Studieren und dem Haushalt ablenken. Und doch ist es schon jetzt ein Lernerfolg und auch nicht unwichtig für eine mögliche berufliche Zukunftsausrichtung.

Aber ich twittere mutig und fleißig drauf los, lasse mich von vielen Blogposts und Tweets inspirieren und denke tatsächlich schon darüber nach mich doch noch bei google+ anzumelden. Aber genau da klingeln wieder die Alarmglocken im Hinterkopf: nur anmelden für ein Event? Was macht google+ mit meinen Daten – oder ist das eigentlich auch schon gar nicht mehr wichtig. So weit ist es nämlich gar nicht mit meiner Medien-/Web-/Social Media Kompetenz.Ich bin dafür Profile zu pflegen und die Diskussionen über die einzelnen Plattformen auch adäquat zu verfolgen. Aber geht das?
Bisher kenne ich persönlich keine Möglichkeit dieses zu tun. Oder bin ich einfach nicht gut genug ausgestattet dafür mit einem Laptop, ohne Smartphone und ohne Tablet?

Das bringt mich wieder zu meiner Frage:

Was muss man als Teilnehmer eines MOOC  mitbringen? Und ist das etwas für Senioren?
Mittlerweile komme ich fast zu dem Schluss, dass eine Gemeinschaftserarbeitung über Seniorenbildung und Leben im Alter in einem MOOC möglich ist, aber auch mit Senioren?
Seit gestern halte ich die Generali Altersstudie 2013 in der Hand und habe bereits erfahren, dass die bis 65Jährigen schonverbreitet im Netz aktiv ist, aber 65+ eine kaum aktive Gruppe. Dann wird ein MOOC im Aufbau eines MMC13 kaum möglich sein.  Social Media nutzen noch weniger. Also ein MOOC wohl keine Möglichkeit oder noch nicht?

Sind MOOC letztlich nur etwas für eLearning Erfahrene? Für Macher und eDenker? Studierende?

Die ersten interessanten Ideen für MOOC in Schulen hab ich schon gefunden, muss sie mir aber noch bookmarken.

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9 Kommentare zu “Was macht der MMC13 mit mir?

  1. Einschränkend würde ich sagen noch nicht überall. Aber es sind duch aus Ansätze da, ich erinnere mich an einen Vortrag von @dunkelmunkel vor einer Seniorengruppe mit Live Übertragung und Teilnahmemöglichkeit über Twitter. Per Beamer und Twitterwall konnte dann direkt aus dem Vortrag heraus mit der Twittergemeinde kommuniziert werden.Das ganz war sehr lebendig, auch auf der Seniorenseite. Also kurz und knapp: Da geht noch (schon) was. Die notwendigen Kompetenzen beginnst Du Dir ja gerade anzueignen auf dem #mmc13

    • Danke Marc für den Tipp, dass es so etwas schon teils gibt. Hätte mich fast gewundert wenn nicht. Und ja, ich versuche mir gerade die notwendigen Kompetenzen anzueignen, deshalb nehme ich teil.

  2. Hier werden sehr interessante Fragen gestellt, und auf zwei davon möchte ich kurz eingehen.
    1. Was muss man als Teilnehmer eines MOOC mitbringen?
    Ich denke, wenn man einen Computer hat, wenn man weiß, wie man Emails schreibt und empfängt, und wenn man weiß, wie ein Browser funktioniert, könnte man an einem MOOC teilnehmen. Vielleicht wird ein Teilnehmer mit diesen Kenntnissen Lurker sein, aber durch einen MOOC kann man lernen, wie soziale Medien funktionieren. Der Vorteil ist, dass andere MOOC-Teilnehmer dem Neuling dabei helfen können, den Umgang mit neuen Tools einzuüben.
    2. Und ist das etwas für Senioren?
    Meine spontane Antwort: Jein. Ich könnte mir vorstellen, eine Art blended MOOC für dies Zielgruppe zu organisieren. Tutoren für kleine Gruppen könnten als Ansprechpartner zur Verfügung stellen und den Teilnehmern helfen, die Kommunikationskanäle im Sinne ihrer Interessen zu nutzen. Allerdings stellt sich damit die Frage, wer diese Tutoren sein könnten. Möglicherweise junge Leute, die man auch als „digital natives“ bezeichnet?

    • @diethild Starkmeth: Die unterschiedlichen Arten wie ein MOOC aufgebaut sind, habe ich mir leider noch nicht angesehen. Aber kleine Gruppe, die an die Hand genommen werden, hört sich gut und ausbaufähig an. Doch würde ich nicht sagen, dass es junge Tutoren sein müssen. Der Begriff Senior ist ja sehr weitgefasst und es gibt durchaus Senioren, die sich auskennen mit dem social web, siehe auch Joachim Sucker 😉

    • Ich glaube, was Teilnehmende in cMOOCs jenseits der Medienkompetenz auch können müssen, ist sich fokussieren, auswählen, eigene Schwerpunkte setzen.

      Teilnehmende gehen unterschiedlich mit diesem Gefühl um, der eine meint, alles gelesen haben zu müssen, um einzusteigen, der andere ist das entspannter und springt einfach rein. meiner Erfahrung nach, sind das ganz subjektive Punkte, die mit denen jeder Teilnehmer anders, d.h. ganz unterschiedlich umgeht.

      Daher glaube ich, neben dem Struktur und Überblick geben, was eben irgendwann kaum noch geht, können Veranstalter, einfach immer neue Nullpunkte im Sinne von Einstiegsmöglichkeiten zu geben, wenn das thematisch möglich ist (also die Themen nicht curricular aufbauen).

      Ansonsten kann man klare Ausdifferenzierungen schaffen, in die man einstiegen kann wie z.B. Schwerpunkte wie sie hier entstehen “MOOCs in der Schule”, “MOOCs im betrieblichen Lernen”. usw. die ja zur Zeit auch so durch die Teilnehmenden entstehen… deren Leistung ist dann, sich auf einige Orte davon zu fokussieren.

  3. Jasmin Hamadeh beschreibt wie mooct ohne moccen zu wollen : http://www.jasmin-hamadeh.de/moocen-wider-willen/

  4. […] Was macht der MMC13 mit mir? | Lernst du noch … […]

  5. Ich denke, es ist sehr vielversprechend den Gedanken an MOOCs für Senioren zu verfolgen. Ich hatte vor einiger Zeit mal über dieses Thema gebloggt und einige sehr interessante Quellen zu entsprechenden Projekten verlinkt. Du findest es hier: http://cp-corneliepicht.blogspot.de/2010/12/werden-die-e-learning-angebote-fur_13.html
    Wenn man über E-Learning für Senioren nachdenkt, tappt man gelegentlich in die Falle, das Thema und besonders die Zielgruppe zu sehr aus einer Defizitsicht zu betrachten. Ich bin dafür, mehr von der Vielfalt der Kompetenzen auszugehen. Senioren, wo auch immer man die Linie zieht, bringen enorm viel Erfahrung, Wissen und Vernetzung mit. Viele können nachdem sie aus dem Berufsleben heraus sind endlich ihren Bildungsinteressen nachgehen. Ich kenne zahllose Beispiele: Aufnahme eines Studiums, Erstellung von eigenen Websites zu Hobbys, Patenschaften für Schüler, um sie beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen …

    Dazu kommen viele, die aus ihrem Berufsleben ohnehin schon sehr viel IT-Kompetenz mitbringen. Einfach auch mal aus der Perspektive sehen: Ihr „Digital Natives“ nutzt das Internet aber wir „Senioren“ haben es erfunden. 😉

    Im Laufe des #MMC13 komme ich zunehmend zu der Auffassung, wir sollten insgesamt entspannter und spielerischer mit den MOOCs umgehen. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch eine Stärke wäre, die in einem Senioren-MOOC zum tragen kommt. Die Teilnehmer müssen keine Scheine mehr machen sonder können viel mehr ihrer intrinsischen Motivation folgen. Wenn das Thema des MOOCs für die Zielgruppe interessant genug ist, spielen die Schwierigkeiten aus meiner Sicht keine so große Rolle mehr. Ich will damit die Probleme nicht verniedlichen aber man sollte sich auch nicht davon abhalten lassen.

    Bei dem von @mschaki angesprochenen Livetwittern mit Senioren war ich beteiligt. Das war eine äußerst lebendige Veranstaltung mit großer positiver Resonanz im Blog von Christian Spannagel. Deshalb auch von mir: Machen!

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