Ist das möglich?
Wer und wie kann man mit MOOCs Geld verdienen?
Und was ist ein MOOC wert?
Für Lerner, für Lehrende?

Darum geht es in dieser Woche beim #MMC13.
Keine leichten Fragen und als angehende Bildungswissenschaftlerin ist es natürlich interessant, ob man MOOC ein mögliches späteres Beschäftigungsfeld sein kann. Den ersten Beitrag, den ich las, geht schon in eine interessante Richtung. Volkmar Lange schreibt wie man blended MOOCs als Geschäftsmodell in Kooperation mit Volkshochschulen laufen könnten. Interessant im Hinblick als mögliches Beschäftigungsfeld, denn didaktische Aufbereitung, an die Hand nehmen von weniger internetaffinen Teilnehmern und Organisation und Co. müssen gesichert sein.

Neben einer möglichen beruflichen Aussicht interessiert mich aber auch: Was darf ein MOOC kosten, um Bildung für alle darzustellen? Da ein MOOC nicht primär eine bestimmte Zielgruppe im Auge hat, sondern offen für viele, alle sein will, ist dies nicht einfach.

MOOC besonders für Studenten: Kosten möglichst gering, weil ein Student notorisch wenig Geld hat.
MOOC für die breite Masse: möglichst geringe Kosten, um möglichst viele anzusprechen

Aber wenn es nix kostet, ist es dann etwas wert?
Eine Mentalität, die ja durchaus auch vorherrscht.
Und wenn du nichts formal später vorzeigen kannst, dann kannst du es auch nicht verwenden. Ohne formale Zertifikate läuft immer noch sehr wenig auf dem Arbeitsmarkt. Aber was bringt mir dann eine Teilnahme an einem MOOC?
Kommt es nicht immer auch darauf an, was man vermitteln möchte und was ein Lerner von einem MOOC mitnehmen möchte?

Modelle wie der der Kurs des Funkkollegs Medien, der für alle offen und kostenlos zugänglich ist. Wer ein Zertifikat haben möchte, der meldet sich zu einer Onlineklausur und einer Präsenzklausur in einer hessischen VHS an und muss eine sehr geringe Verwaltungsgebühr zahlen.

Ist es also eine Möglichkeit, wenn man für die Zertifizierung Geld nimmt?

Hohe Kosten für den Lerner erhöhen die Teilnahmebarrieren.  Wer nimmt dann noch teil?
Niedrige Kosten für Lernen sind vermutlich nicht kostendeckend. Wer bietet dann MOOC an und aus welchem Interesse?

Was will ich als Anbieter eines MOOC überhaupt erreichen? Welche Ziele habe ich?
Verstehe ich mich als reiner Anbieter des Konzeptes oder bin ich gar selbst Teilnehmer? Kann ich das überhaupt trennen? Oder lerne ich stets als Anbieter „mit“? Lernt man nicht immer?

Interessant auch der Beitrag von Jasmin Hamadeh.

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