Um sich mit Didaktik zu beschäftigen benötigt es einen kurzen Überblick über didaktische Lernansätze, die sich aus der Lernpsychologie entwickelt haben. Um dann zu ergründen, welche Ansätze für das Lernen mit Medieneinsatz geeignet sind. Oder sind es gar unterschiedliche für unterschiedliche Lernziele oder Kombinationen?

Behaviorismus

1913 durch John B. Watson begründet
Grundannahme: Lernen durch Beobachtung, Reiz-Reaktion-Schema, Steuerung des Verhaltens einer Person durch externe Reize und deren externe Verstärkung wie Belohnung oder Bestrafung
Unterscheidung von

Klassischer Konditionierung nach Iwan P. Pavlov (1927)
1. unkonditionierter Reiz löst unkonditionierte Reaktion hervor
2. neutraler Reiz wird mit unkonditionierten Reiz kombiniert und löst ebenfalls die Reaktion aus
3. Reduzierung auf neutralen Reiz, der alleinig nun die Reaktion auslöst
=> neutraler Reiz wird zum konditionierten Reiz, der nun eine konditionierte Reaktion hervorruft

und
operante Konditionierung nach Burrhus F. Skinner (1969)
Erweiterung des Reiz-Reaktion-Schemas durch innere Prozesse, Skinner berücksichtigt, dass das Individuum selbst seine Umwelt beeinflusst und verändert
operantes Verhalten meint, dass der Reiz in Form von Belohnung oder Bestrafung nach dem Verhalten ausgeübt wird, sprich ein bestimmtes Verhalten führt zu einer bestimmten Konsequenz (positiv oder negativ)
positive Konsequenz erhöht die Lernmotivation und führt zum Aufbau oder einer Veränderung der individuellen Verhaltensweise
=> Steuerung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Verhaltens durch die ausgeübte Konsequenz (Reiz)

Theorie Programmed Instructions (= programmierte Unterweisung) nach Skinner
Frage-Antwort-Prinzip => einfache Aufgabenstellung + positive Rückmeldung => Bestärkung des Lernverhaltens => selbstgewähltes Lerntempo in linearer Reihenfolge => neuer Lernabschnitt erst nach positiven Abschließen des vorangegangenen

computerbasierte Umsetzung garantiert lineare Reihenfolge, Anwendung nach Drill-and-Practice-Prinzip, Beispiele sind Sprachlernprogramme
Anwendung findet die behavioristische Lerntheorie u. a. in Multiple-Choice-Tests, da wo Faktenwissen zu lehren und abzufragen ist

Kritik:
– verkürzte Sichtweise auf Reiz und Reaktion
– keine Berücksichtigung von Interessen, Motivation und Vorkenntnissen
– Lernende sind passiv, auswendig gelerntes Faktenwissen
– kein selbstgesteuertes, eigenverantwortliches Lernen

(Quelle: Studienbrief 33073 der Fernuniversität in Hagen, Autoren:  Theo Bastiaens, Markus Deimann, Claudia Schrader, Cordula Orth, Instructional Design und Medien, Hagen)

Kognitivismus

hier gehts dann morgen weiter…

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