Nun ist sie geschrieben und abgeschickt die Hausarbeit im Modul 2 B des B.A. Bildungswissenschaft der FernUniversität in Hagen – hach wie förmlich.

So förmlich hab ich es leider nicht genommen und sie ohne Korrekturlesen weggeschickt. Ich konnte sie einfach nicht mehr sehen. Es waren einige stressige Tage der endgültigen Schreiberei, die ohne Mann mit drei ferienfreudigen kleinen Kindern zu bewältigen waren. Ich sage euch: Macht das nicht nach! Das ist Stress pur! in seiner reinsten Form! Durchschriebene Nächte, müde kinderreiche Tage. Nee, bitte nicht nochmal.

Und so las die gute Luci erst hinterher Korrektur und mir beschert es dann jetzt wohl Punktabzüge dank Formfehlern wie teils fehlender Blocksatz, uneinheitliches Literaturverzeichnis und vergessenen Gänsefüßchen bei Buchtiteln. Und vermutlich nicht nur dort, denn es war knapp am Ende und einiges konnte ich nicht so gut recherchieren und benennen wie ich es gerne wollte. Aber man muss ja auch Kompromisse machen im Fernunistudium – oder? Macht ihr das auch so?
Schraubt ihre eure Ansprüche auch zurück, oder bleibt ihr ehrgeizig wie eh und je?

Und was war das nun für eine Hausarbeit?
Es ging um das 4C/ID-Modell von Van Merrienboer. Ein didaktisches Modell, welches in das ADDIE-Modell eingebettet werden kann, um dann eine runde Sache zu haben. Viel englische Fachliteratur, die aber zu verstehen ist. Mein Thema: Powerpointpräsentation erstellen mit Berücksichtigung von fünf Prinzipien des multimedialen Lernens nach Robert E. Mayer.
Als Ausgangspunkt habe ich die Schulung für einen Bildungsreferenten beim Kolpingwerk Deutschland gewählt. Das Ganze war dann nicht so einfach, denn nicht nur die Literatur zum 4C/ID-Modell wollte gesichtet werden, sondern auch die Literatur von Robert E. Mayer zu den fünf Prinzipien des multimedialen Lernens, die in Wahrheit wesentlich mehr Prinzipien sind und sich in der Kognitiven Theorie des multimedialen Lernens „verstecken“. Interessant sind sie alle mal. Ich habe mir fünf herausgesucht: Kohärenzprinzip, Redundanzprinzip, räumliches und zeitliches Kontiguationsprinzip und das Multimediaprinzip. Prinzipien, die sich wirklich wunderbar eignen bei der Erstellung und Präsentation von Powerpointpräsentationen bzw. Präsentationen im allgemeinen. Kurz zusammengefasst sagen sie folgendes: Weniger ist mehr und was zusammengehört sollte auch zusammen präsentiert werden sowie Grafiken und Text gezielt einsetzen.

Außerdem noch Literatur zum Beruf des Bildungsreferent und zum Kolpingwerk. Alles einbetten in das große Thema der Didaktik und nochmal schnell die Unterschiede von Allgemeiner Didaktik (Beispielliteratur, die interessant ist, aber nicht zum Einsatz kam) und Instructional design, welches Grundlage des 4C/ID-Modells ist, herausfiltern und skizzieren.

Jetzt heißt es auf das Ergebnis warten. Die ersten haben ihre Ergebnisse schon, haben aber auch Wochen vor mir abgegeben. Ich rechne mal mit Ende September, Anfang Oktober.

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