Jetzt twittere ich schon eine ganze Weile. Mal mehr und mal weniger intensiv. Bin aber immer wieder überrascht über die unglaubliche Hilfsbereitschaft auf Twitter und über die tollen Informationen, die immer mal wieder vorbeiflattern.

So auch in der letzten Woche der Artikel über die „Using twitter for educaters“ von Alice Keeler. Grob gesagt geht es darum wie angehende Lehrer das Medium für ihre Arbeit nutzen können mit einer ausführlichen, wenn auch englischen, Anleitung. Gleichzeitig kam mir ein Artikel aus dem vergangenen Jahr der örtlichen Tagespresse in den Kopf, in der die hiesige Verbundleitung der katholischen Kindergarten zitierte und aufzeigte, dass nur durch die neuen Strukturen es der Verbundleitung möglich war die Ausschreibung der EU bezüglich der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund im Internet zu finden und sich hierfür zu bewerben. Der Artikel sagte aus, dass im Kindergartenalltag den Leitungen es zeitlich kaum möglich ist solche Fördermöglichkeiten im Internet zu finden.

Warum das so ist?
Zum einen weil die Zeit der Leitungen begrenzt ist und von vielen Verwaltungsarbeiten geprägt ist und zum anderen, weil solche Informationen weit verstreut sind im Netz.

Und genau da kam mir Twitter in den Sinn.
Ich nutze Twitter ja genau deshalb, weil man viele Informationen bekommt und diese Informationen zum Teil auch steuern kann. Wäre dieses eine Möglichkeit für ErzieherInnen? Und wer kann das besser beurteilen als ErzieherInnen selbst? Deshalb habe ich in den vergangenen Tagen via Twitter nach tweetenden ErzieherInnen gesucht und diese zu folgenden Fragen befragt:

  • Tweetest du privat oder beruflich oder beides?
  • Siehst du einen Mehrwert in der Nutzung von Twitter für die Arbeit/Aufgaben als ErzieherIn? Hättest du die Informationen auch ohne Twitter erhalten?
  • Welchen Zeitaufwand investierst du für Twitter, insbesondere für die beruflichen Informationen?

Drei Fragen und viele Antworten. Es gilt erst einmal herauszufinden, ob es tweetende ErzieherInnen gibt und dann ob diese es für den Beruf nutzen oder eben nicht. Und wenn ja, ob sie einen hohen Zeitaufwand dafür erbringen müssen. Ein nächster Schritt wäre eventuell die Befragung in Richtung: Welchen Twitteren sollte ich unbedingt als Erzieherin folgen? Gibt es tweetende Behörden, die für ErzieherInnen von Belang wären?

Warum überhaupt dieser Aufwand?
Als angehende Bildungswissenschaftlerin, aber auch als Mutter von drei Kindern, bin ich stets daran interessiert, dass nicht nur die Stärksten und Schnellsten von weiteren Förderungen profitieren. Da ich um die teils wenige Zeit von Leitungskräften in Kindertagesstätten weiß und ich zum anderen immer wieder mitbekomme, dass nach wie vor viele ErzieherInnen und Leitungskräfte die neuen technischen und medialen Möglichkeiten nicht kennen oder nicht einschätzen und bedienen können, möchte ich herausfinden mit dieser Blitzumfrage, ob Twitter eine Möglichkeit wäre die Arbeit der ErzieherInnen zu erleichtern / unterstützen. Ich denke, dass gerade Twitter eine social Mediaanwendung ist, die einfach im Umgang ist und bei einer entsprechenden subjektiv gesteuerten Filterung (die man erlernen kann) durch wenig Zeitaufwand einen deutlichen Mehrwert bieten kann. Dieses kann sicherlich nicht mit diesem kurzen Blitzlicht wissenschaftlich belegt werden, aber es kann ein Anfang sein.

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