Studieren wo es am schönsten ist – der Spruch der Fernuniversität.

Für mich bedeutet das auf der Terrasse sitzen zu können, einen leckeren Milchkaffee dazu und unbedingt etwas Obst zum Naschen.
Aber eben auch die Freiheit genau dieses tun zu dürfen und zu können. Anders könnte ich ja auch nicht studieren. Den ganzen Tag von zuhause fern, würde bedeuten, dass die Kinder ganztags betreut werden müssten. Nicht das ist ich das jetzt besonders schlimm fände, aber erstens kostet das Geld, welches wir nicht über haben, und zweitens sehe ich gerne meine Kinder aufwachsen und will sie unbedingt darin unterstützen. Totale Fremderziehung mag ich nicht, anders wäre es aber vermutlich gar nicht möglich ein Präsenzstudium hier auf dem Land zu organisieren. Leider können wir die Familie hier nur sehr bedingt miteinbeziehen. Also eben ein Fernstudium, welches ich aber total genieße. Nur mag ich langsam wirklich einfach mal endlich fertig werden, nach schon 5 Jahren Studium und gerade mal der Hälfte bestandener Module, wird es wohl aber noch einige Zeit dauern. Leider.

 

Momentan darf ich aber ein sehr interessantes Modul bearbeiten: Medienpädagogik.
Das ist so absolut zutreffend momentan und passt sehr genau in unseren Familienalltag, aber eben auch in meinen Arbeitsalltag an der VHS. Wichtig finde ich in diesem Zusammenhang auf jeden Fall die Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Medienkompetenz“.

Was ist Medienkompetenz?
Wie wird man medienkompetent?
Wie kann man Medienkompetenz vermitteln?
und vorallem:
Wie kann man Medienkompetenz vermitteln, wenn die Zielgruppe bereits eine gewisse Medienkompetenz besitzt, dieser aber evtl nicht mehr ausreichend ist für die heutige Gesellschaft? bzw. Ist das überhaupt so?

Deshalb darf ich mich in der zuschreibenden Hausarbeit genau dieser Thematik widmen. Und wie kann es anders sein: Es wird sich auf jeden Fall um die Gruppe der Senioren handeln, die mir besonders ans Herz gewachsen ist. Der Arbeitstitel heißt:

 Vermittlung von Medienkompetenz für Senioren im Bereich digitale Medien

Im Bereich digitale Medien, weil Senioren eben schon bereits im Laufe ihres Lebens eine Menge Medienkompetenz aufgebaut und erlernt haben. Aber durch den Wandel hin zur Informations- und Kommunikatiosgesellschaft und den dazugehörigen neuen Medien, die aber gar nicht so sehr neu sind, sondern eben digital, eine neue Dimension an Technik gerade auf Senioren zukommt. Sie sind nicht mit ihnen aufgewachsen, sondern müssen es nun erlernen insofern sie es nicht bereits erlernt haben.
Senioren haben aber auch gan spezifische Ängste und Vorurteile gegenüber digitalen Medien, die durch die Vermittlung von Medienkompetenz genau in diesem spezifischen Bereich erkannt und abgebaut werden sollen. Dazu gilt es aber auch die passende didaktische Ausrichtung eines Kurskonzeptes zu finden und auszuwählen, um den schon sehr erfahrenen Senioren, die in ihrer Gruppe sehr heterogen sindm gerecht werden zu können. Hier zu werde ich mir die Ermöglichungsdidaktik von Rolf Arnold ansehen.

Ein sehr spannendes Thema wie ich finde und absolut passend, wenn ich mir zum einen „meine“ VHS-Kursteilnehmer ansehe und ihnen zuhöre und zum anderen werde ich immer wieder auch gerade von Älteren angesprochen, die sich in diesem Bereich unsicher sind und gerne Hilfe bekommen wollen. Allerdings meist nicht konkret nach „Medienkomeptenz“ fragen – wer tut das schon? Sondern es geht eher um ganz konkrete Beispiele wie

„Wie bediene ich mein Handy/Smartphone?“
„Was muss ich beachten, wenn ich ins Internet gehe?“
„Kann ich da etwas kaputt machen?“
„Wie kann ich den Film XY in der Medientheke des Fernsehsenders anschauen?“

Das sind exemplarisch nur einige Beispiele. Wie man daran aber schon ablesen kann, geht es mehr um konkrete praktische Fragen, als um eine allgemeine Kompetenz in Bezug auf „die“ digitalen (neuen) Medien. Deshalb gilt es eben ein Kurskonzept zu entwickeln, welches darauf Bezug nimmt. Bezug auf die alltäglichen Probleme bzw. der Lebenswelt der Senioren.

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