Gar nicht so einfach den Wochenplan einzuhalten, wenn so viel drumherum passiert. Natürlich hänge ich hoffnungslos hinterher. Es ist so gut mit Kapitel 1 angefangen und dann war der Sohn krank, es standen einige VHS-Kurse an und sogar noch ein zusätzlicher gewünschter Kurs und dann muss ja auch noch die Planung der VHS-Kurse für Ochtrup fürs nächste Jahr jetzt erfolgen. Also wieder viel neben dem Studium. Puh.

Jetzt zu Kapitel 1 des 1. Studienbriefs (Kapitel 2 ist gelesen, aber noch nicht zusammengefasst und folgt etwas zeitversetzt):

Allport definiert 1954 Sozialpsychologie als Untersuchen des Erlebens und Verhaltens von Menschen in sozialen Situationen. Dabei versteht er soziale Situationen als Situatione, in denen Kognitionen, Emotionen, Motive und Handlungen einer Person durch die tatsächliche oder vermutete Anwesenheit anderer Personen beeinflusst wird.
Ziel ist die Entwicklung von Theorien und Modellen zur Beschreibung, Prognose und Erklärung menschlichen Verhaltens in sozialen Situationen sowie das Aufdecken von Gesetzmäßigkeiten im sozialen Verhalten.
Erforscht werden dabei Personenmerkmale sowie Effekte von Situationsmerkmalen und die Wechselwirkung (Interaktion) der Effekte von Personen- und Situationsmerkmalen auf menschliches Verhalten und Erleben in sozialen Situationen.

Prämissen sind die dabei, dass sich die Menschen aktiv die Wahrnehmung der sozialen Realität konstruieren. Sowie die Funktion V = f (P, U) von Kurt Lewin: menschlichen Verhalten (V) wird als Funktion (f) von Personenfaktoren (P) und Umweltfaktoren (U) beschrieben.

Die Methoden der Sozialpschologie sind dabei:

  • Laborforschung
  • Feldforschung
  • idealerweise eine Kombination von Labor- und Feldforschung
  • Beobachtung zur Beschreibung von sozialen Phänomenen
  • experimentelle Methoden zur Erklärung von sozialen Phänomenen
  • korrelative Verfahren
  • (neuro-)psycholgische oder physiologische Messungen
  • Befragungen
  • Experimente im Allgemeinen

Beim sozialpsychologischen Experiment kommen der Manipulation und Kontrolle eine Schlüsselfunktion zu, diese dienen u. a. zur Konfundierung der UV durch die Störvaribale. Kontrolltechnik ist zum Beispiel die Randomisierung. Gütekriterien zur Beurteilung von sozialpsychologischen Experimenten sind die interne und externe Validität.

Grundbegriffe der Methodik sind

  • hypotethisches Konstrukt
  • Varibalen:
    Unabhängige Variable (UV), Abhängige Varibale (AV)
    Moderatorvariable, Mediatorvaribale und Störvariable
  • Operationalisierung
  • Validität und Konstruktvalidität
  • Hypothesen
  • Theorien

„Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie.“ – Kurt Lewin (1951)
Die Gütekriterien einer Theorie sind:

  • innere und äußere Widerspruchsfreiheit
  • umso besser je präziser ihre Vorhersagen und Erklärungen
  • umso besser je mehr Phänomene sie erklärt und vorhersagt
  • umso besser je sparsamer ihre Annahmen

Forschungsbereiche der Sozialpsychologie sind:

  • intrapersonale Prozesse
    = Erforschung von Einstellungen
  • interpersonale Prozesse
    = soziale Beziehungsforschung, prosoziales und aggressives Verhalten
  • intragruppale Prozesse
    = Kooperationen von Gruppen und Gruppenleistung
  • intergruppale Prozesse
    = Eruierung der Ursachen von Intergrppendiskriminierung, Entwicklung von Interventionsmaßnahmen, Untersuchung von positiven Verhalten zwischen Gruppen

Soziale Prozesse vermitteln die Effekte zwischen Makro- und Mikroebene, dabei liegt der Schwerpunkt auf der soziale Prozessebene. Sozialpsychologische Analyse ist eine wichtige Verbindung zu den Analysen der Makro- und Mikroebene.

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